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Osteopathie als Alternative bei Beckenschmerzen

07.09.17

shutterstock_424753162_klein_bearbeitet-1Viele Männer über 50 leiden an Schmerzen im Unterleib: sie haben ein chronisches Beckenschmerzensyndrom. Dabei handelt es sich um eine abakterielle Prostataentzündung, die je nach Ausprägung entzündlich oder nicht-entzündlich sein kann. Die Beschwerden sind vielfältig: Typisch sind etwa Schmerzen unterhalb des Bauchnabels bis hin zu den Oberschenkeln oder Rückenschmerzen im unteren Rücken. Weitere Symptome sind Beschwerden beim Wasserlassen. Eine neue Studie von Sylvia Marx, Physiotherapeutin und Heilpraktikerin, zeigt: Alternativ zu einer Antibiotika-Behandlung bietet Osteopathie einen Ansatz zur Linderung. Osteopathische Therapien können demnach besonders bei jenen Fällen Abhilfe schaffen, in denen keine Infektion oder Krebserkrankung vorliegt.

Osteopathische Techniken lindern Beschwerden

Oft werden Antibiotika beim chronischen Beckenschernzensyndrom auch dann eingesetzt, wenn gar keine bakterielle Infektion nachgewiesen werden kann. Eine Alternative dazu ist nach Ergebnissen der Studie von Slyvia Marx die Osteopathie. Im Rahmen der Untersuchung erhielten 20 Patienten der Interventionsgruppe eine osteopathische Behandlung. Ein Osteopath therapierte alle Dysfunktionen bei den Probanden über die Verschiebetechnik der Blase gegenüber Dünndarm, Sigmoid und Zäkum. Mit den osteopathischen Handgriffen sollte anschließend der Gewebetonus normotonisiert werden. Dies geschah unter anderem mittels Mobilisations-, Manipula­tions-, Separations- und Dehntechniken. Im Ergebnis zeigte sich eine deutlich bessere Linderung von Beschwerden als bei der Kontrollgruppe.

Mehr Studien zur osteopathischen Behandlung

„Mit ihrer Untersuchung leistet Sylvia Marx einen wichtigen Beitrag für die Osteopathie“, hebt Georg Schöner, 1. Vorsitzender des Bundesverbands Osteopathie e.V. – BVO, hervor. „Ihre Ergebnisse zeigen, dass osteopathische Therapien eine wirksame Option für chronische Beckenschmerzen sein können.“ Der BVO-Vorstand unterstreicht zudem, dass sich die Osteopathie als Gesundheitsleistung durch solche Studien weiter etabliert. „Dieser erneute Nachweis der Wirksamkeit bestärkt uns nicht nur, sondern ist ein weiterer wichtiger Punkt für die Anerkennung der Osteopathie insgesamt“, so Schöner. Ausdrücklich ermuntert der Verband deshalb alle osteopathisch behandelnden Therapeuten dazu, durch ähnliche und weitere Untersuchungen dazu beizutragen.