Wie läuft eine osteopathische Behandlung ab?

Wer noch keine Erfahrung mit Osteopathie gemacht hat, erfährt im Folgenden, was ihn bei dieser ganzheitlichen Therapie erwartet.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Ein Termin beim Osteopathen dauert in der Regel zwischen 20 und 50 Minuten.
  • Diese Zeit unterteilt sich in drei Bereiche: Aufnahmegespräch, Untersuchung und Behandlung.
  • Jede neue Therapiesitzung wird individuell auf den Patienten abgestimmt.


Die 3 Schritte einer osteopathischen Behandlung im Detail

1. Das Anamnesegespräch

Die erste osteopathische Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Anamnesegespräch. Besprochen wird hierbei unter anderem, die …

Krankheitsgeschichte des Patienten:
Zuerst soll der Patient die Probleme beschreiben, warum er hier ist. Ebenso wichtig sind spezielle Leiden, chronische Erkrankungen, Unfälle oder Stürze – egal wie lange diese in der Vergangenheit liegen – für den Osteopathen ist jede Information relevant, da es sich um eine ganzheitliche Therapieform handelt, bei der Mensch und Körper in ihrer Gesamtheit betrachtet werden.

Röntgenbilder, CT- oder MRT-Aufnahmen: Diagnose in Wort und Bild, die dem Patienten vorliegen, sollten unbedingt beim ersten Termin mitgenommen werden.

Auch jede weitere Osteopathie-Sitzung beginnt mit einer Zwischenanamnese, bei der sich der Therapeut über das Befinden des Patienten genau erkundigt. Sind Verbesserungen oder eine Verschlechterung aufgetreten? Gibt es Auffälligkeiten seit der letzten Behandlung? All das wird in einem Vorgespräch geklärt.

2. Die Untersuchung

Damit sich der Osteopath ein genaues Bild vom Gesundheitszustand machen kann, untersucht er Sie umfassend. 
Er betrachtet die Gesamtstatik und sucht nach Stellungsveränderungen und anderen sichtbaren Auffälligkeiten (Inspektion). Des Weiteren untersucht er die Beweglichkeit der Wirbelsäule und der Gelenke und führt spezielle Tests durch (Funktionsprüfung, Differentialdiagnostischer Sicherheitstest).
Anschließend tastet er den Körper von Kopf bis Fuß ab. Oft vergessen Patienten kleinere Unfälle oder Stürze aus der Vergangenheit, die Auslöser für verschiedene gesundheitliche Probleme sein können. Doch der Körper vergisst nichts.
Mit seinen erfahrenen Händen versucht der Osteopath jede noch so kleine Störung im Gewebe zu erspüren. Man nennt dies Palpation. Hierfür steht, sitzt oder liegt der Patient in Unterwäsche. Mittels intensiv geschultem Tastsinn spürt der Therapeut Blockaden und Bewegungseinschränkungen im Körper auf, die mögliche Ursache für das Leiden der Patienten sein können. Temperatur, Beweglichkeit, Verhärtungen im Gewebe sind hierbei wichtige Informationsgeber, die der Therapeut dank seiner jahrelangen Ausbildung detailliert aufschlüsseln kann. Das Spannende dabei ist, dass die Störung an einer ganz anderen Körperstelle sein kann, als die Schmerzen, die den Patienten plagen. Der Grund hierfür sind u.a. die Faszien, die letztendlich alles miteinander verbinden.

3. Die Osteopathie-Behandlung

Bei der osteopathischen Behandlung handelt es sich um manuell ausgeübte Therapie, bei der ausschließlich mit den Händen untersucht wird. Es gibt zahlreiche Griffe und osteopathische Techniken, die zur Behandlung eingesetzt werden. Die Osteopathie beruht auf drei Säulen:

Sie möchten wissen, was eine gute osteopathische Therapiesitzung auszeichnet? Hier geht’s zur 8-Punkte-Checkliste.

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