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Osteopathie bei Knieproblemen (mit Video)

15.11.18

Die parietale Osteopathie lenkt ihren Blick auf den Stütz- und Bewegungsapparat des menschlichen Körpers. Immer wieder stehen dabei Verletzungen und Beeinträchtigungen des Kniegelenks im Fokus. Gerade bei leistungsorientierten Sportlern kommt es durch die hohen Belastungen zu einem Anstieg der Knieprobleme. Aber auch Bewegungsarmut und starkes Übergewicht können dem Kniegelenk schaden. Gleichzeitig gehen aktuelle Studien der Frage nach, ob zu schnell operiert wird.

Osteopathie als sinnvolle Option

Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt, dass es nach Jahren rückläufiger Zahlen bei Knieoperationen in jüngster Zeit wieder einen Anstieg bei Eingriffen für ein künstliches Kniegelenk gibt. „Die bei weitem häufigste Indikation für ein Kunstgelenk ist Arthrose – eine Gelenkerkrankung, bei der die Knorpelschicht im Gelenk, meist durch Verschleiß, zerstört wird“, so die Untersuchung.

Verschiedene Orthopädie- und Fachverbände weisen im Zusammenhang mit der Studie auf andere wirksame Behandlungsmethoden hin. Sie nennen beispielsweise konservative Therapiemöglichkeiten wie Physiotherapie und Krankengymnastik. „Eine sinnvolle Option bietet in vielen Fällen – nicht nur bei Arthrose – die Osteopathie“, ergänzt Godehard Stoll, Vorstandsmitglied des BVO. „Sie geht weit über lokale Symptome und Ursachen hinaus und richtet einen ganzheitlichen Blick auf den Organismus.“

 

 

Osteopathie zur Vorbeugung

Frauen sind weit häufiger von Knieproblemen betroffen als Männer. In jungen Jahren ist der schmalere Gelenkaufbau eine Ursache, im Alter verschleißen Knochen und Knorpel schneller. So stellten US-Ärzte fest, dass sich Mädchen am vorderen Kreuzband bis zu dreimal häufiger verletzten als Jungen. Der Grund ist einfach: Im Knie haben Frauen weniger Platz für das Kreuzband. Es kommt eher mit den Knochen in Kontakt und kann verschleißen.

Mit Blick auf die nahende Wintersaison kommt eine Untersuchung von Ärzten und Krankenkassen zu dem Schluss: „Im ersten Quartal eines Jahres war die Inzidenz für Knieverletzungen bei Frauen um fast ein Drittel höher als im Jahresmittelwert. Frauen verletzen sich also offensichtlich häufig beim Skifahren“. Sie sollten deshalb besonders auf die Prävention achten. „Bei Abfahrten wiederholen sich Belastungen und Bewegungen, die Kniegelenke besonders beanspruchen. Liegen bereits Fehlbelastungen und Dysfunktionen,  beispielsweise durch Verklebungen und eingelagerte Schlackenstoffe, vor, erhöht sich das Verletzungsrisiko“, so Godehard Stoll.

 

Osteopathie bei Kniebeschwerden wirkt

Einen Schwerpunkt auf Kniebeschwerden legte auch die BVO-Patientenumfrage 2018 mit fast 6.000 Teilnehmern aller Altersklassen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Ergebnisse zeigen, dass eine osteopathische Behandlung von Kniebeschwerden spürbare Verbesserungen bringt. Im Mittelwert beurteilten die Patienten die Knieschmerzen vor der Behandlung auf der Schmerzskala mit 7,35. Sie verspürten demnach starke Beschwerden. Nach der osteopathischen Behandlung bewerteten die Patienten die Schmerzen mit 3,24 – mehr als die Hälfte geringer. Gut zwei Drittel empfanden nach der Therapie keine oder kaum noch Schmerzen.

 

 


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