Endometriose und Osteopathie

08.03.22

In diesem Artikel dreht sich alles um die Behandlung der Krankheit Endometriose durch alternative Heilmethoden – Expertinnen, wie Susanne Dreyer, die eine Praxis für Osteopathie mit Schwerpunkt Gynäkologie führt, und Eva Sturm, Yogalehrerin für Endometriose, geben Einblick in ihre Arbeit und teilen ihre Erfahrungen.

Der erste Teil unserer Beitragsreihe „Diagnose Endometriose“ schilderte, warum es schwierig ist, diese Frauenkrankheit zu diagnostizieren, obwohl sie zu den häufigsten Unterleibserkrankungen zählt.

Die gelbe Schleife macht auf die chronische Erkrankung Endometriose aufmerksam. Foto: AlexBlogoodf – stock.adobe.com

Sucht man nach Behandlungsmethoden bei Endometriose finden sich meist nur zwei Möglichkeiten: Hormontherapie oder Operation. Doch da sich die Krankheit bei jeder Frau anders äußert, ist es ratsam, sich hier genau zu informieren und sich verschiedene Meinungen von Fachleuten einzuholen. Zudem kommt es ganz darauf an, in welchem Stadium sich die Endometriose befindet. „Wenn beispielsweise eine sehr große Zyste vorhanden ist, die eventuell einem Organ schadet, dann ist eine OP unerlässlich. Meines Erachtens kommt es auf die Lage und die Größe der Zyste an“, so die Yogalehrerin Eva Sturm, die zahlreiche Verläufe von Endometriose kennt. In ihrem „Endo Sister Circle“ kommen regelmäßig Frauen aus ganz Deutschland mit Endometriose zum Yogamachen zusammen – und treffen sich im digitalen Raum, den sie für Betroffene geschaffen hat.

Wie kann Osteopathie bei Endometriose helfen?

  • Selbstheilungskräfte werden aktiviert
  • Spannungen im Körper können gelöst werden
  • Verklebungen und Blockaden im Körper können aufgespürt und gelöst werden
  • Psyche, Körper und Geist können wieder in Einklang gebracht werden
  • Hormone können auf natürliche Weise reguliert werden
Etwa zwei Drittel der an Endometriose erkrankten Patientinnen haben Symptome wie starke abdominellen Schmerzen und Dysmenorrhö. Bis die Diagnose gestellt ist, verstreichen ab den ersten Symptomen im Schnitt etwa 10 Jahre. Foto: Goffkein – stock.adobe.com

Susanne Dreyer legt bei der Behandlung von Endometriose-Patientinnen auch großen Wert auf die Ernährung. „Liegt mir ein genauer Befund vor, empfehle ich oft eine Darmregulierung durchzuführen, Ernährungsberatung und Nährstoffanalyse sind ebenfalls Teil meiner osteopathischen Behandlung.“ Ihre Patientinnen führen hierfür Ernährungs-, Zyklus- und Schmerzprotokolle anhand derer der Bedarf von Nahrungsergänzungen ermittelt wird.


Wie kann Yoga bei Endometriose helfen?

  • Verspannungen und Verklebungen können gelöst und vorgebeugt werden
  • Hormone können auf natürliche Weise ausgeglichen werden
  • Stress wird reduziert
  • Erschöpfung kann vorgebeugt werden
  • das Immunsystem wird gestärkt
  • Lebensenergie und damit auch Lebensfreude wird gesteigert
Eva Sturm bietet Yogakurse für Frauen mit Endometriose an.

Besonders wichtig ist auch, dass durch das Yoga mit Gleichgesinnten das Selbstbewusstsein gesteigert wird. „Selbstermächtigung ist ein wichtiger Faktor. Man fühlt sich der Krankheit oft ausgeliefert“, weiß Sturm. Yoga, Osteopathie und das Wissen um die Krankheit sind wichtige Tools, um einen guten Umgang mit der Krankheit zu finden.

Auch Eva Sturm rät ihren Klientinnen bei der Ernährung darauf zu achten, dass sie weitestgehend auf entzündungsfördernde Lebensmittel verzichten wie zum Beispiel Fleisch, Milchprodukte, Zucker und Alkohol.


Ein guter Weg mit Endometriose zu leben

Endometriose ist eine chronische Krankheit und solange Frauen einen Zyklus haben, kann sie immer wieder auftreten. Umso wichtiger ist es, sich mit alternativen Behandlungsmethoden auseinanderzusetzen: Ernährungsumstellung, Akupunktur, Yoga und Osteopathie sind aus den Erfahrungswerten der Betroffenen und auch der Gesundheitsexperten, ein guter Weg mit Endometriose zu leben. Wer möchte kann bei Eva Sturm reinschnuppern und eine kostenlose Yogalektion für Endometriose absolvieren.

Unsere Osteopathen-Suche hilft Ihnen die richtige Osteopathin bzw. den richtigen Osteopathen in Ihrer Nähe zu finden:


Interessantes über den/die Autoren


Anja Reinhardt

Seit 2016 führt Anja Reinhardt eine eigene PR- und Contentagentur im Hotel-, Tourismus- und Gesundheitsbereich. Schon während ihres Studiums der Kommunikationswissenschaften mit Schwerpunkt Public Relations hat sie erste Erfahrungen im PR-Bereich gesammelt. Danach war sie u.a. bei der Bayern Tourismus Marketing GmbH und als stv. Geschäftsführerin des Oberbayern München Tourismus e.V. tätig. Online-Texte, PR-Konzepte und Social Media sind ihr täglich Brot – inkl. einem besonderen „G’spür für Geschichten“.

Für den BVO-Blog „Osteopathie Magazin“ schreibt Anja Reinhardt schon seit 2018.

Kontakt:
presse@bv-osteopathie.de

Susanne Dreyer

Seit rund 25 Jahren ist Susanne Dreyer Physiotherapeutin in eigener Praxis. Zusätzlich ist sie Heilpraktikerin und hat eine Ausbildung in Osteopathie und Kinderosteopathie abgeschlossen. Ihr beruflicher Schwerpunkt liegt in den Fachbereichen Gynäkologie, Pädiatrie und Kinderwunsch. Susanne Dreyer hat dazu Fortbildungen u.a. als ADHS/ADS-Coach, Hormonausbildung sowie einen Womens Health Course am Molinari Institut absolviert.

 

Kontakt:

susanne@dreyer-herxheim.de

www.osteo-dreyer.de


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