Osteopathie bei Reisekrankheit

28.08.20

Die Hauptreisezeit neigt sich dem Ende zu und die große Rückreisewelle steht kurz bevor. Reisende, die unter Übelkeit beim Auto-, Schiff- oder Bahnfahren leiden und diese künftig vermeiden wollen, sollten sich rund 1:30 Minuten Zeit nehmen, um diesen Artikel zu lesen.

Das Reisen ist für viele nicht erst seit COVID-19 zu einem herausfordernden Unterfangen geworden. Wer bei der Fahrt im Auto oder Zug unter den klassischen Symptomen der Reisekrankheit leidet, sieht der Urlaubs-An- und Abreise meist mit Schrecken entgegen. Beifahrer oder Mitfahrer auf der Rücksitzbank zu sein, ist für zahlreiche Menschen alles andere als angenehm: Übelkeit und sogar Erbrechen sind die Folgen, wenn unterschiedliche Reize verschiedene Sinneseindrücke vermitteln. Beispielsweise spürt der Körper Bewegung, doch die Augen sehen nur auf die Rückenlehne und nehmen keine Bewegung wahr. Der Informationskonflikt im Organismus führt zu den klassischen Symptomen der Reisekrankheit. Schon die Wikinger, die mit ihren Schiffen die Meere eroberten, kannten das Phänomen, wie zahlreiche andere Seefahrer. Daher wird auch häufig der Begriff „Seekrankheit“ verwendet. Der offizielle Fachbegriff lautet: Kinetose. Auch einer der ersten Entdeckungs-Reisenden auf seinem Weg nach Italien litt unter der Reisekrankheit: Johann Wolfgang von Goethe hatte in seiner Kutsche mit den bekannten Symptomen zu kämpfen.

Symptome der Reise- oder Seekrankheit

  • Appetitlosigkeit
  • Brustenge
  • Übelkeit
  • Brechreiz
  • Erbrechen
  • Schwindel
  • Angstzustände

Wie können die Symptome einer Reisekrankheit gelindert werden?

Folgende Präventionsmaßnahmen können helfen:

  • In Fahrtrichtung sitzen.
  • Kein Alkoholkonsum vor, nach und während der Fahrt.
  • Selbst ans Steuer und das Auto oder Schiff lenken, sofern das möglich ist.
  • Spezielle Medikamente gegen Reisekrankheit einnehmen.
  • Kein Buch lesen oder Nachrichten am Handy schreiben.
  • Osteopathische Behandlung rechtzeitig vor Antritt der Reise durchführen lassen.

Durch spezielle osteopathische Techniken kann die Intensität der Übelkeit verringert werden. Besonders die Behandlung im Schultergürtelbereich führt dazu, dass die Zirkulation verbessert und das Faszien-Gewebe geschmeidiger und flexibler wird. Auch das Lösen von Blockaden in der Halswirbelsäule kann einen positiven Einfluss auf die Symptome einer Reisekrankheit haben. Nähere Informationen erhalten Sie direkt bei Ihrem Osteopathen.

Quelle: Osteopathische Medizin, Seite 18 bis 22.


Interessantes über den/die Autoren


Anja Reinhardt

Seit 2016 führt Anja Reinhardt eine eigene PR- und Contentagentur im Hotel-, Tourismus- und Gesundheitsbereich. Schon während ihres Studiums der Kommunikationswissenschaften mit Schwerpunkt Public Relations hat sie erste Erfahrungen im PR-Bereich gesammelt. Danach war sie u.a. bei der Bayern Tourismus Marketing GmbH und als stv. Geschäftsführerin des Oberbayern München Tourismus e.V. tätig. Online-Texte, PR-Konzepte und Social Media sind ihr täglich Brot – inkl. einem besonderen „G’spür für Geschichten“.

Für den BVO-Blog „Osteopathie Magazin“ schreibt Anja Reinhardt schon seit 2018.

Kontakt:
presse@bv-osteopathie.de


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