Woran erkennt man einen guten Osteopathen?

25.11.19
Das kommt zuallererst: eine genaue Anamnese beim ersten Osteopathie-Termin.

Foto: Motortion Films/Shutterstock

8 Punkte-Checkliste für Ihren Besuch beim Osteopathen

Wer noch keine Erfahrung mit Osteopathie gemacht hat oder sich nach seinen ersten Behandlungen unsicher ist, ob die Vorgehensweise der Behandlung üblich ist, für den haben wir im Folgenden einige Merkmale zusammengestellt, die einen guten Osteopathen kennzeichnen.

Ob ein Osteopath sein Handwerk versteht oder nicht, können Sie anhand unterschiedlicher Punkte überprüfen. In erster Linie sollten Sie sich aber bei einer osteopathischen Behandlung wohlfühlen und auf Ihr Bauchgefühl hören. Neben Ihrem eigenen Gefühl möchten wir Ihnen zusätzlich noch einige Kriterien mit auf den Weg zu Ihrer ersten Osteopathie-Behandlung geben.

Wie erkenne und finde ich einen guten Osteopathen?

Checkliste

Grafik: Chief Design/Shutterstock

Die 8 Punkte-Checkliste soll Ihnen helfen:

  1. Ausführliches Anamnesegespräch: Die erste Behandlung beim Osteopathen beginnt mit einem detaillierten Gespräch über Ihre Krankheitsgeschichte: Gab es Unfälle, welche Leiden plagen Sie? Ein guter Osteopath wird sich möglichst genau über Ihre Krankheitsgeschichte erkundigen.
  2. Im zweiten Schritt überprüft der Osteopath Ihre Haltung, die Beweglichkeit Ihres Körpers und tastet diesen nach weiteren Auffälligkeiten ab. Denn selbst ein Sturz, den Sie längst vergessen haben oder ein operativer Eingriff, der bereits vor Jahrzehnten durchgeführt wurde, kann der Körper in unterschiedlichster Form gespeichert haben. Der Osteopath kann diese Auffälligkeiten in der Beschaffenheit der Gewebestruktur ertasten und so weitere Ursachen möglicher Schmerzen ausfindig machen.
  3. Seriös, respektvoll, empathisch im Umgang. Sie sollten sich gut aufgehoben fühlen. Für Behandlung und zur Inspektion ist kein vollständiges Entkleiden notwendig. Im besten Fall liegen die Körperteile, die nicht behandelt werden unter einer Decke. Ein guter Osteopath fragt auch nach, ob Sie sich wohlfühlen und ob alles passt.
  4. Dokumentation der Behandlung: Jede Behandlung sollte vom Osteopathen schriftlich festgehalten werden. Stichpunkte oder detaillierte Aufzeichnungen, analog oder digital – das liegt ganz bei Ihrem Osteopathen. Aber in jedem Fall sollte er den Verlauf Ihrer Behandlung und auch die Anamnesegespräche vorab dokumentieren.
  5. Kein Heilversprechen, kein Verkauf von 10er Karten oder ähnlichen Angeboten im Voraus. Seriöse Osteopathen geben Ihnen kein Heilversprechen und entscheiden erst nach einer Behandlung, ob noch weitere Behandlungen durchgeführt werden sollen und in welchem Abstand.
  6. Informationen zur Osteopathie in Deutschland: Ein guter Osteopath sollte Sie in Ihrer ersten Osteopathie-Behandlung über die rechtliche Situation der Osteopathie in Deutschland aufklären.
  7. Ausbildung: Qualifizierte Therapeuten verfügen über eine abgeschlossene, fünfjährige Ausbildung mit 1.350 Unterrichtseinheiten. Fragen Sie Ihren Osteopathen nach seiner Ausbildung.
  8. Qualitätscheck: Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, wählen Sie Osteopathen, die hier gelistet sind. Diese wurden bei der Aufnahme vom Bundesverband Osteopathie geprüft und erfüllen hohe Qualitäts-Standards.

Interessantes über den/die Autoren


Anja Reinhardt

Seit 2016 führt Anja Reinhardt eine eigene PR- und Contentagentur im Hotel-, Tourismus- und Gesundheitsbereich. Schon während ihres Studiums der Kommunikationswissenschaften mit Schwerpunkt Public Relations hat sie erste Erfahrungen im PR-Bereich gesammelt. Danach war sie u.a. bei der Bayern Tourismus Marketing GmbH und als stv. Geschäftsführerin des Oberbayern München Tourismus e.V. tätig. Online-Texte, PR-Konzepte und Social Media sind ihr täglich Brot – inkl. einem besonderen „G’spür für Geschichten“.

Kontakt:
presse@bv-osteopathie.de


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