Müdigkeit nach osteopathischer Behandlung

07.10.19

Gääähn! Warum wir nach einer osteopathischen Behandlung nur noch eines möchten: schlafen. Foto: Shutterstock/Volha_R

Müde nach Termin beim Osteopathen? Sehr gut, dann arbeitet Ihr Körper auf Hochtouren an Ihrer Gesundheit!

Auch wenn der Patient bei einer Osteopathie-Behandlung nur „herumliegt“, während der Therapeut seine Arbeit verrichtet, ist es meist er, der im Anschluss so schlapp und müde ist, als hätte er Schwerstarbeit geleistet. Warum das ein gutes Zeichen ist und woher die Müdigkeit kommt, lesen Sie im Folgenden. Erfahren Sie auch, wie Sie Ihren Körper vor und nach einer osteopathischen Behandlung unterstützen können.

Umstrukturierung im Körper

Körperliche Beschwerden entstehen, wenn die körpereigenen Reparatur-Mechanismen versagen, weil die Belastungsgrenzen überschritten wurden. Da der Körper trotz Überlastung das ganze System am Laufen halten möchte, entwickelt er Kompensationsstrategien, die sich in unterschiedlichen Symptomen von Kopfschmerzen über Verspannungen bis hin zu seelischen Leiden zum Ausdruck bringen.

Foto: Shutterstock/Cast Of Thousands

Vergleichen wir den Körper mit einer Firmen-Organisation: Wenn in einem Betrieb einige Mitarbeiter permanent überlastet werden, äußert sich das irgendwann in unterschiedlicher Form. Wenn die Führung der Organisation an diesem Zustand etwas ändern möchte, ist sie gefordert, neue Strukturen aufzusetzen. Dieser Veränderungsprozess legt die Organisation meist erst einmal lahm, da Mitarbeiter und alle Mitwirkenden viel Zeit und Energie brauchen, um die neuen Vorgaben und Veränderungen zu verstehen und zu akzeptieren. Erst nach einigen Wochen oder Monaten – wenn die neuen Rahmenbedingungen gut und nachhaltig gesetzt wurden – spürt man die positiven Verbesserungen und die Organisation läuft im Idealfall wieder wie am Schnürchen.

Und so verhält es sich auch im Körper nach einer Osteopathie-Behandlung: Wenn in der „Organisation Körper“ Überlastung herrscht, kann das dazu führen, dass einige „Mitarbeiter“ des Körpers „streiken“. Beispielsweise arbeitet die Verdauung nicht mehr richtig und der Patient leidet unter Verstopfung, oder die Muskulatur verspannt sich, und es entstehen Schmerzen … die Symptome sind so individuell, wie die Menschen selbst.

Durch die osteopathische Behandlung wird in die Organisation Ihres Körpers eingegriffen. Alles neu zu sortieren und zu verarbeiten macht müde. Denn das ist ein richtig anstrengender Job für den Organismus. Es kann einige Stunden, Tage oder sogar bis zu 2 Wochen dauern, bis Ihr Körper die Veränderung, die der Osteopath bewirkt hat, verarbeitet hat.

Das tut Ihrem Körper nach der Osteopathie-Behandlung gut

Gönnen Sie sich nach Ihrem Termin beim Osteopathen Ruhe und Schlaf. Damit helfen Sie Ihrem Körper am besten, sich selbst zu helfen. Was Sie Ihrem Körper nach der Osteopathie-Sitzung Gutes tun können:

  • Vermeiden Sie am Tag der Behandlung Sport und anstrengende Arbeiten
  • Trinken Sie einen zusätzlichen Liter Wasser
  • Gönnen Sie Ihrem Körper viel Schlaf und Ruhe
  • Essen Sie basische Kost, damit das Fasziengewebe nicht noch zusätzlich mit Übersäuerung zu kämpfen hat

Müdigkeit nach osteopathischer Behandlung ist ein gutes Zeichen

Wenn Sie müde sind, bedeutet das, dass ihr Körper auf Hochtouren für seine Heilung arbeitet. Sie brauchen also nichts weiter zu tun, als sich zurückzulegen und die Selbstheilungskräfte, die durch die Osteopathie aktiviert wurden, wirken zu lassen! Wie lange die Müdigkeit anhält, kommt ganz darauf an, wie intensiv der Heilungsprozess im Körper abläuft. Hören Sie auf Ihren Körper und geben Sie ihm, was er braucht, damit er die Impulse, die der Osteopath gesetzt hat, bestmöglich verarbeiten kann. Haben Sie noch weitere Fragen rund um das Thema, besprechen Sie diese am besten direkt mit Ihrem Osteopathen. Sie haben noch keinen Osteopathen – dann suchen Sie sich am besten gleich einen BVO-geprüften Therapeuten in Ihrer Nähe.


Interessantes über den/die Autoren


Anja Reinhardt

Seit 2016 führt Anja Reinhardt eine eigene PR- und Contentagentur im Hotel-, Tourismus- und Gesundheitsbereich. Schon während ihres Studiums der Kommunikationswissenschaften mit Schwerpunkt Public Relations hat sie erste Erfahrungen im PR-Bereich gesammelt. Danach war sie u.a. bei der Bayern Tourismus Marketing GmbH und als stv. Geschäftsführerin des Oberbayern München Tourismus e.V. tätig. Online-Texte, PR-Konzepte und Social Media sind ihr täglich Brot – inkl. einem besonderen „G’spür für Geschichten“.

Für den BVO-Blog „Osteopathie Magazin“ schreibt Anja Reinhardt schon seit 2018.

Kontakt:
presse@bv-osteopathie.de


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