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Osteopathie auf politischer Agenda halten

15.09.17

shutterstock_154474703_900x600Im Wahlkampf präsentieren die Parteien Ansätze und Lösungen für unterschiedliche Bereiche. Ein wichtiger Themenkomplex im aktuellen Wettstreit der Argumente zur Bundestagswahl ist der Gesundheitsbereich. In ihren Wahlprogrammen legen die Parteien und Kandidaten unterschiedliche Schwerpunkte zu verschiedenen Fragen und Aspekten. Nach der Debatte rund um die Eingliederung der Osteopathie in die Physiotherapieausbildung Ende letzten Jahres, rücken osteopathische Behandlung und Ausbildung auch im Wahlkampf auf die Agenda. Einen Überblick der verschiedenen Ansätze und Schwerpunkte zu diesen Fragen gibt die Fachzeitschrift Unternehmen Praxis. Dort finden sich Aussagen verschiedener Parteien sowie eine komprimierte Übersicht mit Kernpunkten der Organisationen. Parallel zum politischen Meinungsaustausch im Wahlkampf setzt der Bundesverband Osteopathie e.V. – BVO seine Gespräche mit Politikern und Entscheidern fort.

Regelung für Osteopathie absehbar

Georg Schöner, 1. Vorsitzender des BVO sagt: „Im Austausch mit den Kandidaten und Parteien sehen wir, dass es eine starke Entwicklung hin zu einer klaren Regelung der Osteopathie bei den politischen Entscheidungsträgern gibt.“ Noch ist unklar, in welche Richtung diese dann gehen wird, dennoch sei sie in der nächsten Legislaturperiode zu erwarten. „Als Interessenvertretung für alle osteopathisch arbeitenden Therapeuten, Schulen und Einrichtungen streben wir nach einem eigenständigen Berufsgesetz für die Osteopathie“, unterstreicht Schöner. In den vielen Gesprächen, die BVO-Vertreter in den letzten Monaten geführt haben, hatten Schöner und seine Vorstandskollegen für diese Position geworben. „Wir sind dabei durchaus auf offene Ohren für unsere Argumente gestoßen“, so der BVO-Vorstand. Auch während des aktuellen Wahlkampfes tauschen sich die BVO-Vertreter regelmäßig mit Politikern verschiedener Parteien aus. Schöner dazu: „Wir halten die Frage des Berufsgesetzes auf der Agenda“. Auch wenn es bis zum Zusammentritt des neuen Bundestages und der neuen Bundesregierung zu keiner Entscheidung kommen wird.

Argumente für eigenständige Osteopathie liefern

Wichtig ist es für den Verband mit seinen Forderungen und Argumenten im Blickfeld der Politiker zu bleiben. „Wir haben uns bewusst für den Weg über Hintergrundgespräche entschieden“, erklärt Georg Schöner. „Wahlkampf verlangt immer auch nach Zuspitzung – der Frage der gesetzlichen Anerkennung der Osteopathie als Beruf mit all ihren komplexen Aspekten würde das wohl nur schwer gerecht werden können“, so der BVO-Vorstand. Anstatt über die Öffentlichkeit sprechen die Verbandsvertreter deshalb direkt mit Gesundheitsexperten und Politikern der Parteien. Im Kern immer mit dabei das Argument: Ein eigenständiges Berufsgesetz für die Osteopathie schafft ein Höchstmaß an Behandlungsqualität und Sicherheit für Patienten sowie für Therapeuten und Ausbildungseinrichtungen. Auch mit Blick auf die nächste Legislaturperiode ist der Austausch äußerst wertvoll. „Der kommende Bundestag wird die Debatte über eine Regelung führen, Experten dazu hören und schließlich eine Entscheidung treffen“, so Schöner. „Aus den Gesprächen nehmen wir viele Fragen und wertvolle Punkte mit, die wir in die künftige Diskussion miteinbringen werden“, zeigt sich der BVO-Vorstand zuversichtlich.