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Studie: Osteopathie ist Option bei lagerungsbedingten Schädeldeformationen

17.08.17

Osteopathie Kinder Schädel

Mittlerweile unterstreichen verschiedene Publikationen die wirksamen Ansätze der Osteopathie für ganz unterschiedliche Behandlungsfelder. Jüngst veröffentlichten in der Augustausgabe des Deutschen Ärzteblattes mehrere führende Ärzte aus den Bereichen Kiefer-, Gesichtsmedizin und Pädiatrische Neurochirurgie  eine Übersichtsarbeit zu „Lagerungsbedingten Schädeldeformitäten“ bei Säuglingen. In der Studie weisen die Autoren der Uniklinik Würzburg auf eine frühestmögliche und fachgerechte Therapie dieser Asymmetrien hin. Neben der Aufklärung der Eltern können gezielte Lagerungsmaßnahmen und vor allem physiotherapeutische manuelle Interventionen bereits effektive Therapien sein – laut Autoren gehört Osteopathie zu diesen Praktiken (A.d.R.). Diese sollten so früh als möglich beginnen. Die Behandlung mit modellierenden Kopforthesen bleibt dagegen schweren oder spät diagnostizierten Fällen vorbehalten. (Deutsches Ärzteblatt, Jg. 114, Heft 31-32, 7.August 2017).

Schulmedizin sieht Nutzen der Osteopathie immer stärker

BVO-Ehrenvorsitzender Dr. Bernhard Hartwig begrüßt diesen Artikel im Deutschen Ärzteblatt. „Zunehmend wird in der Schulmedizin auch die Bedeutung der manualtherapeutischen Behandlung für das Patientenwohl von Säuglingen erkannt. Gerade Säuglinge können bei lagerungsbedingten Schädeldeformierungen von einer frühzeitigen und zielgerichteten osteopathischen Behandlung enorm profitieren. Dies erleben insbesondere Kinderosteopathen täglich in ihren Praxen.“ Und weiter: „Jeder Osteopath sollte diese Übersichtsarbeit gelesen haben und sich mit ihren Ergebnissen auseinandersetzen. Sie liefert interessante Erkenntnisse und bietet auch gute Argumente, im Austausch mit Ärzten und Pädiatern, die der Osteopathie noch distanziert gegenüberstehen.“

Kinder brauchen spezielle Osteopathie

Die Kinderosteopathie stellt hohe Anforderungen an Therapeuten: Eine osteopathische Therapie für Säuglinge und Heranwachsende muss auf die fortwährende Entwicklung etwa von Knochen, Gewebe, Muskeln und Organen bei Kindern eingehen. Deshalb gehört die Kinderosteopathie zu den Spezialdisziplinen der Osteopathie, die einer gesonderten und vertiefenden Aus- und Weiterbildung bedürfen. Zur Qualitätssicherung und für ein Höchstmaß an Patientensicherheit fordert der BVO deshalb von seinen Mitgliedern den Nachweis einer umfassenden Weiterbildung. Erst nach genauer Prüfung erhalten sie das Siegel für Kinderosteopath und werden damit in der Therapeutensuche gelistet.